Willkommen beim Stromkilometer 583 der Elbe !

Julia Kruse und Philip Martens siegen im Einer

Die über die 1000-Meter-Distanz am 23./24.09. ausgetragene Hamburger Ruderregatta auf der Dove-Elbe in Allermöhe hielt für die jugendlichen Leistungsruderer der Rudergruppe Geesthacht von 1912 e.V. höchst erfreuliche Ergebnisse bereit.

 

So siegte Julia Kruse nach kontinuierlicher Aufbauarbeit in den vergangenen Monaten am frühen Sonntagmorgen gegen starke Mitkonkurrentinnen erstmals im Einer ihrer Altersklasse B (16 bis 17 Jahre). Die Entscheidung zu ihren Gunsten erkämpfte sich Julia mit großem Siegeswillen und einem unwiderstehlichen Endspurt auf den letzten Metern.

 

Philip Martens, der für den schleswig-holsteinischen Ruderverband an den Start ging, nutzte seine bisherigen Rennerfahrungen und die Vorgaben des Trainers für eine Renngestaltung, die letztlich in zwei Siegen im Einer der Altersklasse B mündete. In den am Samstag sowie am Sonntag ausgetragenen Rennen erarbeitete sich Philip bereits auf der Strecke eine deutliche Führung, die er mit kraftvollen, langen Ruderschlägen sicher bis ins Ziel verteidigen konnte.

 

Neben sich selbst haben die beiden Junioren mit ihren Siegen besonders ihrem Trainer Karl Heinz Kuchenbecker eine große Freude bereitet und auf diese Weise gedankt für sein Engagement in unzähligen Trainingsstunden.

 

Bejubelt wurden die schönen Erfolge im Zielbereich von den zum Anfeuern und Daumendrücken angereisten Eltern und Großeltern sowie Mitgliedern der Rudergruppe Geesthacht. 

Nach 32 Jahren die Ostsee entdeckt

Volker Schulz feiert Premiere beim

Eckernförder Härtetest 2017

 

Am Tag der offenen Tür im April 1985 trat Volker Schulz nach einer kurzen Probefahrt auf der Elbe der Rudergruppe Geesthacht sofort bei.

Seitdem zählt das Rudern zu seinem leidenschaftlichen Hobby.  

Als Kind ruderte er viel auf der heimischen Elbe, später als Jugendlicher

waren die deutschen Regattastrecken sein Revier, und als Erwachsener

zieht es ihn seit einigen Jahren zu längeren Fahrten auf Flüsse und Seen.

Ob eine Tagestour auf dem Rhein oder eine Wochenfahrt von Berlin bis Hamburg - alles war bislang dabei. Doch rudern auf der offenen See, in diesem Fall von der Schleimündung in Maasholm bis in die Eckernförder Bucht, das hatte er in all den Jahren noch nicht gewagt. In diesem Jahr war es aber soweit. Der Eckernförder Ruderclub hatte diese traditionsreiche Fahrt ausgeschrieben, und die Chance sollte nicht ungenutzt bleiben.

 

Um 05.00 Uhr morgens trafen sich die Ruderer vor dem Bootshaus des Eckernförder Ruderclubs am Jungfernstieg. Mit dem Auto wurden die Mannschaften nach Schleswig gebracht, wo am Domschulruderclub die am Vorabend gelagerten Boote schon warteten.

Nachdem zügig das Gepäck und die Ruderutensilien verstaut waren, konnte um kurz nach 06.00 Uhr der Startschuss gegeben werden. Mit etwas schweren und noch müden Knochen wurden die Boote vorangetrieben.

Vorbei am Mövenberg und über die kleine Breite konnte der Sonnenaufgang beobachtet werden. Später, nach dem Passieren der Enge am Naturschutzgebiet Reesholm, forderte die Große Breite die Mannschaften erstmals. Stark aufbrausende Winde von Steuerbord und hohe Wellen forderten saubere Wasserarbeit.

In Burg wurde die Schlei dann flussähnlicher, und es wurde der erste Rastplatz an Land angesteuert: Arnis, die kleinste Stadt Deutschlands. Nach einer kurzen Stärkung wurde die Fahrt fortgesetzt. Nur wenige Kilometer später passierten die Ruderer Kappeln. Und dann, mit starkem Westwind, hohen Wellen und viel tobendem Wasser, wurden die Boote regelrecht auf die Ostsee hinausgespült.

In Schleimünde gab es dann erstmals einen Leuchtturm vom Ruderboot aus zu sehen, und in die andere Richtung …. Nix. Nur der Horizont und blaues Wasser. Aber es sollte ja nicht nach Dänemark gehen, sondern weiter am Ufer in südlicher Richtung, wo in Schuby am Strand der nächste Stop zur Stärkung der Skuller wartete. Ein tolles Gefühl so direkt am Strand anzulanden: Fast wie die Wikinger.

Doch die Zeit drängt und der Weg ist noch weit, so dass schnell wieder die Boote besetzt und die Fahrt Richtung Eckernförde fortgesetzt wurde.

Vorbei am 70er Jahre Bunker Damp 2000 und dem dazu gehörigen Yachthafen, suchen die Wassersportler Schutz in Küstennähe und passieren unzählige Campingplätze. Steuermann aufgepasst! Hier sind auch mal Schwimmer unterwegs.

Je weiter in die Eckernförder Bucht gerudert wird, umso mehr schwindet die Hoffnung, der Wind könnte gedreht haben. Auch hier ist wieder Konzentration und saubere Ruderleistung gefordert; es ist ja auch kein Sahneschlecken, sondern ein Härtetest.

Die Mannschaft der „Robinson“ mahnt mehrfach den Schlagmann aus Geesthacht, die Schlagzahl zu reduzieren, denn diese Tour sei keine Regatta, und man möchte glücklich am Bootshaus in Eckerförde ankommen. Und so kommt es auch.

Nachdem der Marinahafen auf Steuerbord in der Nachmittagssonne liegen bleibt, gleiten die Boote fast wie von selbst auf den feinen weißen Sandstrand vor dem Bootshaus.

Für Volker eine zweite Premiere; ein Bootshaus ohne Steganlage. Dafür ein mit Badegästen gefüllter Strand.

Glücklich steigen Volker, Uwe, Andreas, Christiane und Hartwig aus ihrem Boot und nehmen Urkunden und Medaillen in Empfang.

Danach folgt die Boots- und Körperpflege, und schließlich lassen alle Teilnehmer beim Grillen und Durstlöschen den Tag ruderfachmännisch Revue passieren.

In 2018 soll es dann wieder heißen:

„80 km 12 Stunden“.

Auf nach Eckernförde.

 

 

Autor

Volker Schulz

Lampionfahrt

siehe unter "Berichte"

Wanderfahrt auf der "Schlei"

siehe unter "Berichte"

Anrudern 2017

Für die erschienenen Aktiven herrschten ideale Voraussetzungen zum Anrudern, wie sie auf unserer Elbe nicht allzu oft im Jahr anzutreffen sind.

Freude bescherte aber nicht nur das strahlende Frühlingswetter, sondern auch der "neue" Gig-Vierer, den wir gebraucht, aber in sehr gutem Zustand, für 4.000 Euro aus Scharnebeck erhalten haben. Finanziert wurde diese Anschaffung ausschließlich aus Geld- und Sachspenden von drei Mitgleidern.

Getauft wurde das Boot durch Gustel Boie auf den Namen "Warthe", da es der Ersatz für das über 50 Jahre alte und bis zuletzt gefahrene Boot gleichen Namnes ist.

 

Gustel Boie tauft das Boot auf den Namen "Warthe"