Berichte

"All You Can Row" 2019

Volker Schulz erneut erfolgreich 

„All You Can Row (AYCR)“; mit einem Satz ist alles gesagt. 

Zu dieser Veranstaltung des Karlsruher Rheinklub Alemannia (KRA) hatten sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Ruderer aus ganz Deutschland angemeldet. Bereits zum 4-ten Mal dabei war Volker Schulz.

Eine wirklich tolle Kombination aus Breiten- und Leistungssport, und das Geniale ist, dass es keine Gewinner oder Verlierer gibt. Jede Mannschaft legt ihr Ziel selbst fest. Der Erfinder und Ausrichter dieses Events, Wolf-Dietrich Jacobs vom KRA, verdient eine besondere Anerkennung. Das von ihm geprägte Motto: „Einem Ruderer, dem fällt nur Eines ein: Rudern, den ganzen Tag, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang!“ 

Dieser Termin, der jedes Jahr auf den "längsten" Samstag des Jahres fällt, ist in Volkers Kalender bereits fest verankert. 

Ab Freitagnachmittag trafen sich die Ruderer im Vereinshaus des KRA zum gegenseitigen Kennenlernen (wer keine eigene Mannschaft hatte) und Grillen sowie dem rheintauglichen Ausrüsten der Boote. 

Nach der ersten Härteprobe, dem Übernachten im Lumalager (Luftmatratze, Isomatte, ...) und dem Weckruf um 03:45 Uhr, wurde gefrühstückt und das Lunchpaket für den Tag zusammengestellt. Pünktlich waren alle Boote zu Wasser, so dass der Start um 05:20 Uhr (Sonnenaufgang) erfolgen konnte. Mit reichlich Wasser unter dem Kiel verließen die Boote den Karlsruher Hafen und nutzten die Strömung des Rheins, um bis 21:36 Uhr (Sonnenuntergang) ihr jeweiliges Ziel zu erreichen.

Zusammen mit Ruderern aus Karlsruhe, Marbach und Neustadt (Titisee) ruderte Volker in dem Boot "Flying Dutchman" mit an der Spitze des Bootsfeldes, um das selbstgesteckte Ziel im 229 km entfernten Lahnstein anzusteuern. 

Realistisch oder utopisch? Wahnsinn oder Normalität ? 

Mit nur wenigen Pausen (Anhalten auf dem Wasser zum Steuermannswechsel) ließen sie die Städte Germersheim, Speyer, Ludwigshafen, Mannheim, Worms und Oppenheim an sich vorbeiziehen, bevor in Mainz nach 146 km erstmals an einem festen Steg angelegt wurde.

Eine kurze Verschnaufpause zum Auffüllen des Getränkevorrats; mehr sollte es nicht sein. Erste Anzeichen von Schwäche machten sich in der Crew bereits bemerkbar. Trotzdem wurde wieder abgelegt und die Fahrt durch das breite Mittelrheintal fortgesetzt. Sehnsüchtig wurde das Binger Loch (eine Flussenge mit erhöhter Fließgeschwindigkeit) erwartet. Dunkle Wolken am Himmel trieben die Mannschaft zusätzlich an, und so konnten die Fünf die Stadt Bingen an Steuerbordseite hinter sich lassen und mit weiteren Umbesetzungen im Boot ebenso die Städte Bacharach, Oberwesel und St. Goar passieren. Auch die berühmte Loreley konnte das Team nicht auf einen Felsen locken. Zum Greifen nahe, nur noch ein paar Kurven weiter, und nochmal die Zähne zusammenbeißen, dann ist Lahnstein in Sicht! Doch die Zeit lief den Ruderern davon, und so musste das Langstreckenrennen nach 15 Std., 53min. und 213 km schon eine halbe Stunde früher in Boppard beendet werden.

"Wir waren so gut in Fahrt, und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 km/h seit Bingen hätte es eigentlich reichen sollen, aber die halbe Stunde die uns fehlte, die haben wir irgendwo den Tag über verloren", berichtet Volker. 

Das Siegerboot hat es tatsächlich bis Lahnstein geschafft. Das Team der "Flying Dutchman" konnte diesmal „nur“ den zweiten Platz belegen. Dieses Ergebnis zu toppen ist dann der Anspruch für „All You Can Row 2020“. Der Termin steht bereits fest, und bis dahin trainiert Volker weiter auf der Elbe.

Autor: Volker Schulz

Volker Schulz (2.v.l.) mit seinen Partnern Matthias, Andreas, Patrick und Uwe

Meisterschaftserfolge 2019

Im Wasserpark Dove-Elbe in Hamburg-Allermöhe trafen sich am letzten Juni-Wochenende Altersklasseruderer aus dem In- und Ausland, um im Rahmen der „Offenen Deutschen Masters-Meisterschaft“ auf der 1000-Meter-Distanz um die Medaillen zu kämpfen. 

 

Im Einer der Altersklasse G (65 bis 69 Jahre) war Lothar Kokoschka als Meister des Vorjahres zur Titelverteidigung angetreten. Nach einem beherzt geführten Rennen erruderte er sich diesmal die Bronzemedaille. Auf dem Deutschen Masters-Championat Anfang Juni hatte er den jetzigen Gewinner der Goldmedaille noch besiegen können. Nach dem Versuch, im Endspurt noch einmal Schlagzahl und Druck zu erhöhen, ging der Rhythmus verloren, und so fehlten dieses Mal zum Sieg gerade einmal 3,54 m, eine halbe Bootslänge.

Nur eineinhalb Stunden später ging Lothar mit seinem langjährigen Bootspartner Lothar Piehl vom Celler Ruderverein auch im Doppelzweier der Altersklasse H (70 bis 74 Jahre) an den Start. Wie im Vorjahr wurde das sehr gute Rennen mit der deutschen Vizemeisterschaft und einer Silbermedaille belohnt.

 

Über den Gewinn der Bronzemedaille freuen konnte sich im Rennen des Frauen-Doppelvierers der Altersklasse E (56 bis 59 Jahre) Susanne Müller. Die gemeinsam mit Doris Johannesen aus Bergedorf, Corina Wartenberg aus Potsdam und Susanne Heimann aus Lübeck gebildete Mannschaft hatte zuvor noch nie zusammen im Boot gesessen und war mit ihrer Leistung sehr zufrieden.

Gemeinsam mit Doris Johannesen und den weiteren Ruderinnen aus Bergedorf Inge Röpell sowie Vera Siemund startete Susanne Müller auch im Frauen-Doppelvierer der Altersklasse D (50 bis 54 Jahre). In einem technisch und rhythmisch sehr gut geführten Rennen reichte es am Ende gegen seit Jahren national wie international erfolgreiche Mannschaften zu einem zufrieden stellenden vierten Platz.

 

Bereits eine Woche zuvor standen für die Junior-Ruderer der RGG Starts auf den Deutschen Jugend- und Jahrgangsmeisterschaften in Brandenburg an der Havel auf dem Regattaplan. 

Auf dem dortigen Beetzsee war Tizian Hillemann dabei im Junioren-Vierer mit Steuermann der 17- bis 18jährigen (U 19) in einer Renngemeinschaft mit Ruderern aus Hamburg und Berlin erfolgreich und gewann die Silbermedaille. 

Julia Kruse erkämpfte sich im A-Finale des U 19 Juniorinnen-Zweiers mit ihrer Partnerin aus Kappeln einen tollen fünften Platz. Das ist bemerkenswert, weil den beiden jungen Frauen nur ein Trainingswochenende für die gemeinsame Vorbereitung zur Verfügung gestanden hatte.

Sehr schön auch das Abschneiden von Philip Martens im Wettbewerb des U 19 Junioren-Einers mit dem vierten Platz im B-Finale, was letztlich den zehnten Platz unter 27 Teilnehmern bedeutete. Sein Pech war, dass er es bereits in den Qualifikationsrennen mit den letztlich stärksten deutschen Nachwuchsruderern zu tun bekam. So fehlte ihm lediglich eine knappe Sekunde auf dem Weg zur Teilnahme am A-Finale.      

 

Beim Weltcup auf dem Malta-See im polnischen Poznan war jetzt auch die Steuerfrau

des deutschen Frauen-Nationalachters Larina Hillemann im Einsatz. Der neu formierte

Achter sollte hier im Vergleich mit den weltbesten Mannschaften getestet werden. Das B-Finale konnten die deutschen Frauen für sich entscheiden, zur Weltspitze ist es aber noch ein weiter Weg. 

Lampionfahrt 2017 .pdf
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Wanderfahrt Schlei 2017.pdf
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Wanderfahrt Schwerin Juli 2016.pdf
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Wanderfahrt Aller.docx
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Berlin-Wanderfahrt.docx
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